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Infrastruktur & Umwelt

Infrastruktur & Umwelt

Infrastruktur

Masterplan Bauten und Anlagen

Die bauliche Entwicklung richtet sich nach dem 1998 erarbeiteten Masterplan Bauten und Anlagen. Der Masterplan wurde im Jahre 2000 überarbeitet.

Pistenverlängerung Nordwest

Am 17. November 2001 konnte nach einer konzentrierten Bauzeit von nur 25 Arbeitstagen die im Nordwesten um 200 Meter verlängerte Piste in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig mit der Pistenverlängerung konnte, für den Anflug aus Westen, auch die neue Anflugbefeuerung dem Betrieb übergeben werden.

Neuer Terminal

Nach einer Bauzeit von 10 Monaten konnte am 15. Mai 2003 der Terminal offiziell in Betrieb genommen werden. Der Terminal wurde auf eine Kapazität von jährlich ca. 350'000 Passagiere ausgelegt und spezifisch auf optimale Betriebsabläufe ausgerichtet. Beim Bau wurde auf möglichst umweltverträgliche, qualitativ einwandfreie Materialien sowie konstruktiv bewährte Lösungen mit möglichst wenig Aufwand für den Unterhalt in der Folgezeit – geachtet. Die gebäudetechnischen Installationen entsprechen hinsichtlich Energieverbrauch, Wirtschaftlichkeit und Unterhalt den heutigen strengen Anforderungen.

Betriebsdienst- und Feuerwehrgebäude

Ende 2000 konnte das neue Betriebsdienst- und Feuerwehrgebäude dem Betrieb übergeben werden. Das Gebäude wurde gezielt auf die betrieblichen Anforderungen entwickelt und enthält heute neben der Flughafenfeuerwehr, den Flughafenbetriebsdienst und die Elektrizitätshauptverteilung des Flughafens.

Flughafen-Umzäunung

In verschiedenen Etappen wurde seit 2001 die Flughafenumzäunung erstellt. Die letzte Etappe umfasste den Bereich der noch nicht realisierten Pistenverlängerung Südost und wurde parallel mit dem Bau der neuen Flughafenzufahrt erstellt. Die gesamte Flughafenumzäunung wurde im März 2006 abgeschlossen.

General Aviation Center

Das zweigeschossige General Aviation Center konnte am 1. Oktober 2002 in Betrieb genommen werden und dient in erster Linie den Kunden des Geschäftreise- und Privatflugverkehrs.

Pistenverlängerung Südost

Am 8. Mai 2008 konnte die um 220 m verlängerte Hartbelagpiste nach den erfolgreichen Abnahmen durch das Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) in Betrieb genommen werden. Mit Hochdruck wurden in den letzten Wochen vor der Abnahme die Arbeiten zu Ende gebracht. Im Zusammenhang mit der Pistenverlängerung fällt der Flughafen gemäss Vorschriften der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) in einen neuen Code (3c). Diese Umcodierung hat zur Folge, dass unter anderem aus sicherheits-relevanten Gründen neue Sicherheitsabstände, Bodenmarkierungen sowie Rollverfahren gelten.
Die neue Hartbelagpiste mit einer Länge von 1730 m ermöglicht bisher ab Bern-Belp operierenden Flugzeugen eine sinnvolle und wirtschaftlichere Auslastung.

Masterplan 2009 - 2020

Im Sinne eines planerischen Leitbildes umfasst der Masterplan die bauliche Entwicklung des Flughafens Bern-Belp von 2009 bis 2020. Der Masterplan wurde im September 2008 durch die Geschäftsleitung sowie den Verwaltungsrat der Alpar genehmigt. Er sieht eine Erweiterung der Flughafeninfrastrukturen vor. Angedacht ist eine Entflechtung der heutigen Betriebe. Auch hinsichtlich der zunehmenden Auflagen bezüglich Safety & Security durch die Behörden ist eine Erweiterung der Anlagen unabdingbar.

Umwelt und Lärm

Flugzeugenteisung

Am 15. Dezember 2005 konnte die neue Anlage zur Trennung der Abwässer aus der Flugzeugenteisung dem Betrieb übergeben werden. Die Anlage wurde nach den neuesten Erkenntnissen in der Abwassertechnologie spezifisch für die Bedürfnisse des Flughafens entwickelt. Mit der Anlage werden die gesetzlichen Bestimmungen zum Gewässerschutz eingehalten.

Lärmmessungen

Mit der Baubewilligung für die Pistenverlängerung verfügte das UVEK auf Begehren der Schutzverbände regelmässige Lärmmessungen an mindestens zwei Standorten. Dabei ist der Flughafen aufgefordert, die Lärmgrenzwerte gemäss SIL (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt) einzuhalten. Am 13. Januar 2010 wurden die Ergebnisse der Messperioden 2008-2009 der Öffentlichkeit präsentiert. An allen drei Messstandorten wurden die Grenzwerte eingehalten und zum Teil deutlich unterschritten. Die Schutzverbände haben die Richtigkeit und Seriosität der unabhängigen Messstellen und die Verifizierung der Messresultate durch die EMPA anerkannt.

Airport Council International

Die Flughafen Bern AG hat gemäss den Bestimmungen des Airport Carbon Accreditation Programms des ACI (Airports Council International) den durch den Flughafenbetrieb verursachten «CO2-Footprint» gemäss Level 1 berechnet und wurde entsprechend akkreditiert – als erster Regionalflughafen der Schweiz. Die daraus resultierenden Erkenntnisse, dienen der weiteren Optimierung im Umweltbereich.
Mehr zu Airport Carbon Accreditation
ACA Certificate Europe

 

Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)

In der Schweiz benötigen Flugplätze für ihren Betrieb ein Betriebsreglement, das die Benutzung der Anlage im Detail regelt. Grundlage für das Betriebsreglement ist das im Rahmen des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) zu erarbeitende Objektblatt.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)